
Die höchste Pflegestufe gibt es heute offiziell nicht mehr. Seit dem 1. Januar 2017 werden pflegebedürftige Menschen in fünf Pflegegrade eingestuft. Die höchste mögliche Einstufung ist Pflegegrad 5. Er wird vergeben, wenn schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten vorliegen und die pflegerische Versorgung besonders anspruchsvoll ist. Im früheren System war Pflegestufe 3 die höchste reguläre Pflegestufe.
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Jetzt Pflegebox beantragenDas Wichtigste in Kürze
- Die höchste heutige Einstufung ist Pflegegrad 5.
- Die frühere höchste reguläre Einstufung war Pflegestufe 3.
- Pflegestufen wurden zum 1. Januar 2017 durch fünf Pflegegrade ersetzt.
- Pflegegrad 5 wird in der Regel bei 90 bis 100 gewichteten Punkten vergeben.
- Entscheidend ist nicht allein eine bestimmte Erkrankung, sondern wie stark die Selbstständigkeit im Alltag eingeschränkt ist.
- Auch Menschen mit Pflegegrad 5 können zu Hause versorgt werden, wenn die notwendige Pflege sichergestellt ist.
Was ist die höchste Pflegestufe?
Die höchste heutige Einstufung in der deutschen Pflegeversicherung ist Pflegegrad 5. Eine „Pflegestufe 5“ gibt es dagegen nicht. Der Begriff Pflegestufe gehört zum früheren System, das zum 1. Januar 2017 durch fünf Pflegegrade ersetzt wurde. In diesem alten System war Pflegestufe 3 die höchste reguläre Einstufung.
Pflegegrad 5 ist für Menschen vorgesehen, deren Selbstständigkeit oder Fähigkeiten im Alltag schwerst beeinträchtigt sind und deren Versorgung besondere pflegerische Anforderungen stellt. Entscheidend ist nicht allein eine bestimmte Erkrankung. Bewertet wird, wie viel Unterstützung die betroffene Person beispielsweise bei der Mobilität, Selbstversorgung, Kommunikation und Bewältigung des Alltags benötigt.
| Frage | Richtige Antwort |
| Was ist heute die höchste Einstufung? | Pflegegrad 5 |
| Was war früher die höchste Pflegestufe? | Pflegestufe 3 |
| Gibt es heute noch Pflegestufen? | Nein |
| Gibt es eine Pflegestufe 5? | Nein |
| Seit wann gelten Pflegegrade? | Seit dem 1. Januar 2017 |
Pflegestufe 3 und Pflegegrad 5 – ist das dasselbe?
Nein. Pflegestufe 3 und Pflegegrad 5 sind nicht automatisch gleichzusetzen, weil beide Einstufungen auf unterschiedlichen Bewertungssystemen beruhen.
Im früheren Pflegestufen-System stand vor allem im Mittelpunkt, wie viel Zeit täglich für Grundpflege und hauswirtschaftliche Unterstützung benötigt wurde. Pflegestufe 3 war dabei die höchste reguläre Einstufung.
Seit 2017 wird umfassender geprüft, wie selbstständig eine Person ihren Alltag bewältigen kann. Dabei werden neben körperlichen Einschränkungen auch kognitive, kommunikative und psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt. Pflegegrad 5 ist heute die höchste Einstufung und wird bei schwersten Beeinträchtigungen mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung vergeben.
Bei der Umstellung im Jahr 2017 konnten Menschen mit der früheren Pflegestufe 3 abhängig von ihrer individuellen Situation in Pflegegrad 4 oder Pflegegrad 5 übergeleitet werden. Für neue Anträge zählt ausschließlich das heutige Begutachtungssystem.
| Früheres System | Heutiges System |
| Pflegestufen 1 bis 3 | Pflegegrade 1 bis 5 |
| Schwerpunkt auf Pflegezeit | Schwerpunkt auf Selbstständigkeit |
| Körperliche Einschränkungen standen stärker im Vordergrund | Körperliche, kognitive und psychische Einschränkungen werden berücksichtigt |
| Höchste reguläre Einstufung: Pflegestufe 3 | Höchste Einstufung: Pflegegrad 5 |
Das frühere System der Pflegestufen

Bis zum 31. Dezember 2016 wurden pflegebedürftige Menschen in Deutschland überwiegend in drei Pflegestufen eingeteilt. Maßgeblich war vor allem, wie viel Zeit täglich für die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung benötigt wurde.
- Pflegestufe 1: erhebliche Pflegebedürftigkeit
- Pflegestufe 2: schwere Pflegebedürftigkeit
- Pflegestufe 3: schwerste Pflegebedürftigkeit
Damit war Pflegestufe 3 die höchste reguläre Pflegestufe. Für besonders aufwendige Pflegesituationen gab es zusätzlich eine Härtefallregelung. Diese stellte jedoch keine eigenständige Pflegestufe 4 dar.
Das frühere System berücksichtigte körperliche Einschränkungen stärker als kognitive oder psychische Beeinträchtigungen. Deshalb wurde es zum 1. Januar 2017 durch ein umfassenderes System mit fünf Pflegegraden ersetzt. Seitdem steht nicht mehr hauptsächlich der zeitliche Pflegeaufwand, sondern die vorhandene Selbstständigkeit im Alltag im Mittelpunkt.
Wann erhält man Pflegegrad 5?
Pflegegrad 5 wird vergeben, wenn die Selbstständigkeit oder die Fähigkeiten einer Person schwerst beeinträchtigt sind und gleichzeitig besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung bestehen. Betroffene benötigen meist in mehreren Lebensbereichen umfassende und regelmäßig wiederkehrende Unterstützung.
Bei der Einstufung zählt nicht allein eine bestimmte Krankheit oder Diagnose. Entscheidend ist, wie stark die betroffene Person ihren Alltag noch selbstständig bewältigen kann. Bewertet werden beispielsweise die Mobilität, die Selbstversorgung, die Kommunikation, der Umgang mit medizinischen Anforderungen und die Gestaltung des täglichen Lebens.
Pflegegrad 5 wird grundsätzlich bei einem gewichteten Gesamtergebnis von 90 bis 100 Punkten festgestellt. Die Begutachtung erfolgt bei gesetzlich Versicherten durch den Medizinischen Dienst. Bei privat Versicherten wird sie in der Regel durch Medicproof durchgeführt.
Eine bestimmte Diagnose führt daher nicht automatisch zu Pflegegrad 5. Auch bei schweren Erkrankungen kommt es immer darauf an, wie umfassend und dauerhaft die Selbstständigkeit im individuellen Alltag eingeschränkt ist.
Welche Lebensbereiche werden bei der Begutachtung bewertet?
Bei der Pflegebegutachtung wird geprüft, wie selbstständig eine Person ihren Alltag bewältigen kann. Dafür betrachtet der Medizinische Dienst sechs Lebensbereiche:
| Bewertungsbereich | Darum geht es |
| Mobilität | Fortbewegung, Treppensteigen und Veränderung der Körperposition |
| Kognitive und kommunikative Fähigkeiten | Orientierung, Entscheidungen, Verstehen und Kommunikation |
| Verhaltensweisen und psychische Problemlagen | Ängste, Unruhe, aggressives Verhalten oder nächtliche Auffälligkeiten |
| Selbstversorgung | Körperpflege, Ankleiden, Essen, Trinken und Toilettengänge |
| Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen | Medikamente, Verbände, Arztbesuche, Therapien oder medizinische Hilfsmittel |
| Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte | Tagesablauf, Beschäftigungen und Kontakte zu anderen Menschen |
Die Bereiche fließen unterschiedlich stark in die Gesamtbewertung ein. Die Selbstversorgung hat mit 40 Prozent das größte Gewicht, während die Mobilität mit 10 Prozent berücksichtigt wird. Bei den Bereichen „kognitive und kommunikative Fähigkeiten“ sowie „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“ zählt nur der jeweils höhere gewichtete Wert.
Was bedeutet Pflegegrad 5 im Alltag?
Menschen mit Pflegegrad 5 benötigen meist umfassende Unterstützung in mehreren Lebensbereichen. Dazu können Hilfe bei der Körperpflege, beim Ankleiden, Essen, Trinken, bei der Mobilität sowie beim Umgang mit Medikamenten oder Therapien gehören. Häufig müssen Angehörige, ambulante Pflegedienste und weitere Fachkräfte eng zusammenarbeiten.
Pflegegrad 5 bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Person rund um die Uhr betreut werden muss oder in einem Pflegeheim leben muss. Auch eine Versorgung zu Hause ist möglich, wenn die notwendige Unterstützung zuverlässig organisiert und die Sicherheit der pflegebedürftigen Person gewährleistet ist.
Pflegehilfsmittel für den Alltag mit Pflegegrad 5
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Jetzt Pflegebox zusammenstellenWelche Leistungen gibt es bei Pflegegrad 5?
Menschen mit Pflegegrad 5 können abhängig von ihrer Pflegesituation verschiedene Leistungen der Pflegeversicherung nutzen:
| Leistung | Betrag 2026 |
| Pflegegeld bei häuslicher Pflege | 990 € monatlich |
| Ambulante Pflegesachleistungen | bis zu 2.299 € monatlich |
| Entlastungsbetrag | bis zu 131 € monatlich |
| Tages- und Nachtpflege | bis zu 2.085 € monatlich |
| Vollstationäre Pflege | 2.096 € monatlich |
| Gemeinsamer Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege | bis zu 3.539 € jährlich |
| Pflegehilfsmittel zum Verbrauch | bis zu 42 € monatlich |
| Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen | bis zu 4.180 € je Maßnahme |
Welche Leistungen tatsächlich genutzt werden können, hängt unter anderem davon ab, ob die Pflege zu Hause, durch einen Pflegedienst oder in einer stationären Einrichtung erfolgt. Pflegegeld und ambulante Pflegesachleistungen können anteilig miteinander kombiniert werden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist heute die höchste Pflegestufe?
Die höchste heutige Einstufung ist Pflegegrad 5. Der Begriff Pflegestufe wird offiziell nicht mehr verwendet.
Was war früher die höchste Pflegestufe?
Im früheren System war Pflegestufe 3 die höchste reguläre Pflegestufe.
Gibt es eine Pflegestufe 5?
Nein. Seit 2017 gibt es fünf Pflegegrade. Die höchste Einstufung heißt Pflegegrad 5.
Wie viele Punkte benötigt man für Pflegegrad 5?
Für Pflegegrad 5 sind grundsätzlich 90 bis 100 gewichtete Punkte erforderlich.
Kann man mit Pflegegrad 5 zu Hause gepflegt werden?
Ja. Eine häusliche Pflege ist möglich, wenn die notwendige Unterstützung zuverlässig organisiert werden kann.
Führt eine bestimmte Krankheit automatisch zu Pflegegrad 5?
Nein. Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern wie stark die Selbstständigkeit im Alltag eingeschränkt ist.
Kann man von Pflegegrad 4 auf Pflegegrad 5 hochgestuft werden?
Ja. Wenn der Unterstützungsbedarf dauerhaft gestiegen ist, kann bei der Pflegekasse eine Höherstufung beantragt werden.
Gibt es bei Pflegegrad 5 mehr Geld für Pflegehilfsmittel?
Nein. Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gilt unter den gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin ein Höchstbetrag von bis zu 42 Euro monatlich.